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Online-Buchung

Widerruf von Online-Buchungen und Gutscheinen

Zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2026

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Seit dem 19. Juni 2026 ist ein Widerrufsbutton für online abgeschlossene Verträge gesetzlich vorgeschrieben (§ 356a BGB – ein Gesetz, das Kunden bei online geschlossenen Verträgen ein Rückgaberecht einräumt, ähnlich wie beim Online-Shopping). Deine Website hat diesen Button bereits automatisch – du musst nichts einrichten.

Was ist der Widerrufsbutton?

Im Fußbereich deiner Salon-Website steht der Button „Vertrag widerrufen". Darüber können Kunden einen online abgeschlossenen Vertrag – also einen online gebuchten Termin, einen online gekauften Gutschein oder ein online gekauftes Paket – innerhalb von 14 Tagen widerrufen (zurücktreten), ohne einen Grund nennen zu müssen.

Wichtig: Das ist keine Kür, sondern gesetzliche Pflicht. Der Button ist bei allen Damin-Websites automatisch aktiv – du brauchst dafür keine Einstellung vorzunehmen.

Was der Kunde ausfüllt

Der Kunde sucht zuerst seinen Vertrag – bei Terminen über die Buchungsnummer aus der Bestätigungs-E-Mail und seinen Namen (Vorname, Nachname oder beide), bei Gutscheinen über den Gutschein-Code und die E-Mail-Adresse des Käufers. Bei Paketen steht in der Kaufbestätigung der Link „Kauf widerrufen“ – darüber ist das Paket gleich eingetragen. Danach sieht er, was gefunden wurde, und wie viele Tage seines Widerrufsrechts noch übrig sind.

Wer seine Buchungsnummer nicht mehr findet, kann den Widerruf trotzdem erklären: Es gibt an jeder Stelle den Weg „Ich habe meine Buchungsnummer nicht" mit einem freien Textfeld. Das muss so sein – ein Widerruf ist formfrei und darf nie an einer fehlenden Nummer scheitern. Solche Anfragen kommen bei dir ohne zugeordneten Vertrag an; du kannst ihn dann selbst zuordnen (siehe unten).

Am Ende bekommt der Kunde eine Quittung mit Eingangszeit und einer kurzen Referenznummer, die er drucken oder als PDF sichern kann.

Was passiert, wenn ein Kunde widerruft?

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    Der Kunde bekommt sofort eine Eingangsbestätigung per E-Mail – mit Datum und Uhrzeit, wann der Widerruf bei dir eingegangen ist

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    Du bekommst eine Benachrichtigung und eine E-Mail, dass ein neuer Widerruf vorliegt

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    Der Widerruf erscheint in deinem Dashboard unter „Widerrufe“ – der Punkt taucht links im Menü unter „Finanzen“ auf, sobald du den ersten bekommen hast, und bleibt danach dort stehen

Solange mindestens ein Widerruf offen ist, siehst du außerdem eine Hinweis-Karte auf der Startseite deines Dashboards – mit dem Betrag, um den es geht, und der Zeit, die dir noch bleibt.

Wie bearbeitest du einen Widerruf?

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    Gehe links im Menü unter „Finanzen“ auf „Widerrufe“

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    Tippe auf die offene Anfrage

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    Oben steht, um wie viel Geld es geht und wie der Kunde bezahlt hat. Darunter steht Schritt für Schritt, was dein Klick auslöst

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    Entscheide dich für eine von zwei Möglichkeiten (wurde nichts bezahlt und ist der Termin vorbei, gibt es nur einen Knopf – siehe „Wenn nichts bezahlt wurde“):

  • „Widerruf annehmen & … erstatten" – Der Termin wird abgesagt, der Gutschein deaktiviert beziehungsweise das Paket storniert, und das Geld geht zurück. Der Kunde bekommt automatisch Bescheid.
  • „Anders erledigt" – Für alles, was sich außerhalb des Systems geklärt hat. Du trägst eine kurze Notiz ein, damit der Vorgang nachvollziehbar bleibt.

Wichtig: Nur online per Karte gezahltes Geld geht automatisch zurück. Was der Kunde vor Ort bezahlt hat, musst du selbst herausgeben – im Dialog steht das ausdrücklich dabei, damit du es nicht übersiehst.

Anfragen ohne Buchungsnummer zuordnen

Kam eine Anfrage über das freie Textfeld herein, steht im Bearbeiten-Dialog ein Suchfeld. Suche dort nach Name, Buchungsnummer oder Gutschein-Code und ordne den passenden Vertrag zu. Danach kannst du wie gewohnt mit einem Klick erstatten. Ohne Zuordnung bleibt nur der Weg über „Anders erledigt".

Widerruf und deine Stornierungsfrist

Der Widerruf ist unabhängig von deiner eigenen Stornierungsfrist (z. B. „24 Stunden vorher kostenlos stornierbar") – es handelt sich um zwei unterschiedliche Dinge. Zwei Beispiele, wie sie zusammenspielen:

Fall A – Termin weit im Voraus gebucht: Ein Kunde bucht heute einen Termin, der erst in sechs Wochen stattfindet. Die 14-tägige Widerrufsfrist ist beim Termin selbst längst abgelaufen. Storniert der Kunde kurz vorher, gilt ganz normal deine übliche Stornoregel.

Fall B – kurzfristige Buchung: Ein Kunde bucht heute einen Termin für übermorgen. Storniert er innerhalb von 14 Tagen nach der Buchung, kann er das als Widerruf tun – und bekommt alles zurück, selbst wenn deine Stornofrist (z. B. 24 Stunden) da eigentlich schon überschritten wäre.

Wichtig: Ein gültiger Widerruf muss erstattet werden – auch wenn deine Stornierungsfrist schon abgelaufen ist. Die 14 Tage laufen ab dem Zeitpunkt der Buchung, nicht ab dem Termin selbst. In der Termin-Ansicht deiner Kunden stehen „Termin absagen" und „Vertrag widerrufen" deshalb gleichberechtigt nebeneinander, jeweils mit dem Hinweis, was das für ihr Geld bedeutet.

Hinweis: Auch wenn du alle Widerrufe bearbeitet hast, bleibt der Menüpunkt stehen. Erledigte Fälle musst du aufbewahren können – dort findest du sie mit Betrag, Datum, Bearbeiter und deiner Notiz wieder.

Wie viel Zeit du hast

Ab dem Eingang eines Widerrufs hast du 14 Tage, um bezahltes Geld zurückzuzahlen. In der Liste steht bei jeder offenen Anfrage, wie viele Tage noch übrig sind; wird es knapp, wird der Hinweis dunkel hervorgehoben. Die älteste Anfrage steht immer oben.

Wenn nichts bezahlt wurde

Hat der Kunde für den Termin nichts bezahlt, gibt es auch nichts zu erstatten und keine Frist. In der Liste steht dann „Nichts zu erstatten“ statt der Tage-Angabe.

Trotzdem bleibt der Widerruf offen, bis du ihn bearbeitest – so lange steht die rote Zahl im Menü bei „Widerrufe“. So wirst du sie los:

  • Der Termin liegt noch in der Zukunft: Klicke auf „Widerruf annehmen“. Der Termin wird abgesagt, und der Kunde bekommt Bescheid.
  • Der Termin ist schon vorbei: Klicke auf „Widerruf abschließen“. Es wird nichts abgesagt und keine E-Mail verschickt, eine Notiz brauchst du nicht. Der Widerruf wandert zu den erledigten, und die Zahl im Menü verschwindet.

Widerruf nach Ablauf der 14 Tage

Kunden können den Widerruf auch erklären, wenn ihre 14 Tage schon vorbei sind – das Formular lehnt niemanden ab, denn ob ein Widerruf gilt, entscheidest du, nicht die Website. Solche Anfragen erkennst du in der Liste am Hinweis „Nach Fristende" statt der Tage-Angabe, und sie stehen hinter den fristgerechten Anfragen.

Für dich heißt das: Du musst nicht erstatten – du darfst aber. Beide Knöpfe stehen dir weiter offen:

  • „Widerruf annehmen & … erstatten" – wenn du dem Kunden aus Kulanz entgegenkommen willst
  • „Anders erledigt" – wenn du ablehnst. Schreib der Person dann kurz in das Feld „Nachricht an den Kunden", warum – sie hat eine Eingangsbestätigung bekommen und wartet auf eine Antwort

Hinweis: Die 14 Tage gelten nur, wenn der Kunde bei der Buchung über sein Widerrufsrecht belehrt wurde. Damin macht das automatisch in jeder Buchungsbestätigung und beim Gutscheinkauf. Fehlt die Belehrung, läuft die Frist bis zu zwölf Monate länger – deshalb steht am Widerruf „Erstattung freiwillig" und nicht „ungültig".

Gutschein-Käufe

Bei online gekauften Gutscheinen gilt dieselbe 14-Tage-Frist, gerechnet ab dem Kaufdatum. Wurde ein Teil des Gutscheins bereits eingelöst, ist die automatische Erstattung nicht mehr möglich – kläre den Restbetrag dann direkt mit dem Kunden und erledige den Widerruf mit einer Notiz.

Paket-Käufe

Ein Paket, das dein Kunde auf deiner Website gekauft hat, kann er ebenfalls 14 Tage lang ab dem Kauf widerrufen. Beim Kauf stimmt er zu, dass du schon vorher mit den Behandlungen beginnen darfst. Hat er schon Behandlungen aus dem Paket genutzt, darfst du ihren anteiligen Wert anrechnen.

Im Widerruf siehst du den Kaufpreis und wie viele Behandlungen schon genutzt sind:

  • Sind aus dem Paket noch Termine gebucht, sag sie zuerst ab oder nimm sie ohne Paket – vorher lässt sich der Widerruf nicht annehmen.
  • Sonst steht der Erstattungsbetrag schon da: der Kaufpreis minus die genutzten Behandlungen. Du kannst ihn ändern, höchstens bis zum Kaufpreis. Nimmst du den Widerruf an, wird das Paket storniert, und das Geld geht auf das Zahlungsmittel zurück, mit dem dein Kunde online bezahlt hat.

Hinweis: Vor-Ort-Geschäfte – also Termine, Gutscheine oder Pakete, die direkt im Salon gebucht bzw. gekauft wurden – fallen nicht unter das Widerrufsrecht. Das gilt auch für ein Paket, das du im Salon verkaufst und das dein Kunde über einen Zahlungslink bezahlt. Der Widerrufsbutton betrifft ausschließlich online abgeschlossene Verträge.

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